Konferenzen und Workshops zum Thema „Governance and Public Policy Making“

Podiumsdiskussion in der QAU. Dr. Andrea Fleschenberg dos Ramos Pinèu, Prof. Dr. Zafar Jaspal, Dr. Sanaa Alimia, Prof. Dr. Ilhan Niaz (von links) (Mahal M. Akmal) Bild vergrößern Podiumsdiskussion in der QAU. Dr. Andrea Fleschenberg dos Ramos Pinèu, Prof. Dr. Zafar Jaspal, Dr. Sanaa Alimia, Prof. Dr. Ilhan Niaz (von links) (Mahal M. Akmal) (© DAAD)

In enger Kooperation mit der School of Politics and International Relations (SPIR) an der Quaid-i-Azam-University (QAU), der Lahore University of Management Sciences (LUMS) und der Higher Education Commission (HEC) führte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vom 10. bis 14. März eine Reihe von Konferenzen und Workshops zum Thema „Governance and Public Policy Making“ durch. Die vier Veranstaltungen in Islamabad und Lahore wurden von insgesamt ca. 350 Graduierten und Wissenschaftlern besucht. Die Referenten kamen aus Deutschland, Großbritannien und verschiedenen pakistanischen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

In seiner Begrüßungsansprache zur Konferenz „Challenging Governance? - Issues of Informality, Subsidiarity and Participation“, die am 10. März an der SPIR stattfand, betonte der deutsche Botschafter Dr. Cyrill Nunn, dass jedes Land der Welt schon im Interesse seiner Entwicklung und seines wirtschaftlichen Wachstums eine gute Regierungsführung gewährleisten sollte. Er wies in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen „Good Governance“ - Projekte hin, die Deutschland im Rahmen der deutsch-pakistanischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt. Der Executive Director der HEC, Dr. Mukhtar Ahmed, verwies in seinem Grußwort auf die Bedeutung von Führungskompetenz im Hochschulbereich und fügte hinzu, dass eine Kooperation mit deutschen Hochschulen bei der Fortbildung von Hochschuladministratoren sehr begrüßt würde. Der Fokus der sehr lebhaften Diskussionen lag unter anderem auf den Auswirkungen informeller Herrschaftsstrukturen, den Risiken staatlicher Interventionen und der politische Teilhabe von Frauen.

Unter dem Titel “Experiences of Transcending Governance – Policy Making, Interventions and Migration in Multilevel Governance Contexts” fand am 13. März eine weitere Konferenz an der LUMS statt. Der Rektor der LUMS, Prof. Dr. Sohail Naqvi, betonte in seinem Grußwort, dass es in Pakistan immer noch Schwachpunkte in der Regierungsführung und Administration gebe. Er hoffe deshalb, dass andere Länder ihre Erfahrungen mit Pakistan teilen. Präsentationen wurden beigetragen von Prof. Dr. Mohammad Waseem (LUMS), PD Dr. Jochen Hippler (Universität Duisburg-Essen), Professor Knerr, Dr. Sanaa Alimia, Dr. Rubina Saigol, Prof. Dr. Akbar S. Zaidi (University of Karachi) and Kristof Duewaerts (Hanns Seidel Stiftung). Andrea Fleschenberg and Asma Faiz (LUMS) nahmen als Moderatorinnen teil. Die Beiträge befassten sich unter anderem mit den wirtschaftlichen, politischen und sozialen Auswirkungen von Migration und der Rolle nationaler Regierungen in einer globalisierten Welt.

Am 10. und am 14. März fanden „Early Career Researcher“ Workshops an der QAU und am Regional Center der HEC in Lahore statt. Mehr als 100 graduierte Sozialwissenschaftler wurden in die Arbeit mit theoretischen Referenzrahmen und in die Strukturierung eines Forschungsprojektes eingeführt. Fragen der Relevanz und Durchführbarkeit sowie ethische Fragen sozialwissenschaftlicher Forschung wurden ebenfalls berührt. Das Angebot wurde von den Teilnehmern begeistert angenommen.

Eurasischer Dialog

The German Ambassador Dr. Cyrill Nunn (2nd from left) joking with Dr. Mukthar Ahmed, next to them Prof. Dr. Eatzaz Ahmed and Mr Lars Gerold (DAAD) (Mahel M. Akmal)