Themenschwerpunkt Energie

Gesamtlaufzeit: 1960er Jahre bis heute

Die EZ zwischen Deutschland und Pakistan im Schwerpunkt Energie begann in den 60er Jahren. Angesichts des hohen Potenzials natürlicher Energieträger in Pakistan hat die Bundesrepublik seither den größten Teil seiner Entwicklungsgelder in den Energiesektor investiert.
Der pakistanische Energiesektor steht weiterhin vor schwerwiegenden Herausforderungen: Die Energieversorgung ist gerade in ländlichen Gebieten unzureichend; eines der größten Hemmnisse für wirtschaftliche Entwicklung ist eine massive Energieknappheit.
Deutschland unterstützt Pakistan dabei, Strom vermehrt aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen, ländliche Gebiete mit bezahlbarer Energie zu versorgen und Energie effizienter zu nutzen.

  • Die umfangreichen Zusagen für die Nutzung der Wasserkraft haben wesentlich zur Entwicklung von Städten und Industriegebieten in Pakistan beigetragen. Pakistan errichtete eine ganze Generation von Wasserkraftwerken mit deutscher Hilfe, darunter die wichtigen Großkraftwerke Tarbela Dam, Mangla Dam und Ghazi Barotha. Dank dieser Wasserkraftwerke konnten große Mengen an Wasser gestaut werden, die eine wichtige Rolle für die Bewässerung des Landes spielen.

  • Durch gemeinsame Anstrengungen deutscher und pakistanischer Expert/innen sind in Pakistan politische Zielvorgaben für erneuerbare Energien und Energieeffizienz definiert und vom pakistanischen Kabinett verabschiedet worden.

  • Die pakistanisch-deutsche EZ hat die heute wichtigsten staatlichen Akteure im Bereich Wasserkraft maßgeblich mit aufgebaut und gefördert: die nationale Water and Power Development Authority (WAPDA) 1983 und die Sarhad Hydel Development Organization (SHYDO) in Khyber Pakhtunkhwa 1986.

  • Gemeinsam mit dem pakistanischen Partner führten deutsche Expert/innen zahlreiche Machbarkeitsstudien für Wasserkraftprojekte mit einem Energiepotenzial von 3.000 MW durch. Davon sind Laufwasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 2.000 MW fertig gestellt oder entstehen derzeit.

  • Deutschland unterstützte die pakistanische Regierung dabei, 3.000 photovoltaische Solaranlagen in Sindh zu planen und zu bauen. Etwa 25.000 Personen hatten in der Folge in ihren Häusern erstmals Zugang zu Elektrizität.

  • Um auch die an das Stromnetz gebundene Energieversorgung zu verbessern, entwickelten pakistanische und deutsche Expert/innen einen Einspeisetarif für Wind- und Kleinwasserkraftanlagen, den die Behörden derzeit einführen.

  • Deutsche Expert/innen setzten gemeinsam mit der Privatwirtschaft ein Pilotprojekt in ausgewählten Textilbetrieben um. Mithilfe des eingeführten Energiemanagement-Systems reduzieren die beteiligten Textilhersteller heute zwischen 10-20 Prozent ihres Energieverbrauchs, d.h. etwa 62 Mio. KWh/Jahr. Durchschnittlich spart so jeder Betrieb jährlich 100.000 Euro.

Schwerpunkt Energie

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