50 Jahre pakistanisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit
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Die pakistanisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) besteht seit 1961 in einem bisherigen Gesamtumfang von rund 2,3 Mrd. Euro. Pakistan gehört damit zu den deutschen Partnerländern der ersten Stunde.
Regionaler Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist traditionell der Nordwesten des Landes. Deutschland ist als einer der wenigen Geber mit eigenen Umsetzungsstrukturen in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa präsent und gehört zu den wenigen Partnern Pakistans, die Maßnahmen in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan, den Federally Administered Tribal Areas (FATA), implementieren. Einzelmaßnahmen werden zudem in Azad Jammu Kaschmir, Gilgit-Baltistan, Punjab und Sindh durchgeführt.
Finanzierungen erfolgten anfänglich in den Sektoren Energie, Industrie, Transport und Telekommunikation. Heute liegen die Schwerpunkte der pakistanisch-deutschen EZ in den Sektoren Gute Regierungsführung, Energie, Gesundheit sowie Grund- und Berufsbildung.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt Pakistan außerdem bei der Flüchtlingshilfe und der Bewältigung von Naturkatastrophen, zuletzt angesichts der Flut des Jahres 2010. Dabei handelt es sich um Maßnahmen der Entwicklungsorientierten Not- und Übergangshilfe (ENÜH).
Beim Institutionenaufbau, Experteneinsatz und Wissenstransfer sind die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH sowie das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) im Auftrag des BMZ tätig. Die Finanzielle Zusammenarbeit wird von der KfW Entwicklungsbank durchgeführt. Daneben kommen Bundesmittel auch kirchlichen Organisationen, politischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen zugute. Diese leisten wichtige Beiträge, um Demokratie und Menschenrechte zu fördern, Rechtstaatlichkeit zu entwickeln oder Katastrophen zu bewältigen.
Wirkungen aus 50 Jahren pakistanisch-deutscher Entwicklungszusammenarbeit auf einen Blick: